Geburtsstunde der Studentenbewegung neu definiert

Benno Ohnesorg soll 1967 von einem Stasi-Mitarbeiter erschossen worden sein. Die Tat, die auch als Geburtsstunde radikalerer Studentenproteste gilt, muss nun in ein neues Licht gerückt werden, meint der Politologe und 68er-Chronist Wolfgang Kraushaar im Interview mit tagesschau.de.

tagesschau.de: Der Todesschütze von Benno Ohnesorg war offenbar ein Stasi-Mitarbeiter: Ist das eine Überraschung für Sie?

Wolfgang Kraushaar: Für jemanden wie mich, der seit anderthalb Jahrzehnten darüber geforscht hat, ist das zwar keine Sensation, die einen noch umwerfen könnte, aber zweifelsohne eine faustdicke Überraschung.

tagesschau.de: In den Akten gibt es keinen Hinweis darauf, dass Kurras im Auftrag der Stasi gehandelt hat und die Birthler-Behörde hält das auch für nicht plausibel. Sehen Sie das auch so? Was hätte denn die DDR für ein Interesse daran haben können?

Kraushaar: Die DDR, genauer gesagt die SED als die politische Kraft dieses sich sozialistisch gebärdenden Staates, hatte ein massives Interesse daran, jede sich bietende Gelegenheit politisch auszuschlachten, um den West-Berliner Senat oder die Bundesregierung zu diskreditieren. Es gibt im Zusammenhang mit dem 2. Juni eine Reihe von Vorkommnissen, die das belegen. Zum Beispiel gab es am 8. Juni 1967 einen Trauerkonvoi mit den sterblichen Resten Benno Ohnesorgs von West-Berlin nach Hannover, mit Hunderten von Fahrzeugen. Dieser Konvoi konnte ohne jegliche Kontrolle die Grenze passieren - das soll das erste Mal gewesen sei, dass so etwas möglich war. An der Autobahn standen Tausende FDJ-Mitglieder Spalier, um dem Toten ihre Referenz zu erweisen; ein sehr ungewöhnliches Vorkommnis, das damals im Westen kaum zur Kenntnis genommen worden ist. Daran kann man erkennen, wie sehr die SED darauf erpicht war, politisches Kapital aus diesem fatalen Todesfall schlagen zu wollen.

tagesschau.de: Hätte der Verlauf der Studentenproteste und die Folgen anders ausgesehen, wenn klar gewesen wäre, dass Ohnesorg möglicherweise von einem Stasi-Spitzel getötet wurde?

Kraushaar: In der Tat stellt sich nun die Geburtsstunde der Studentenbewegung in einem erheblich anderen Licht dar. Denn das, was damals seitens der Studentenschaft gezündet hat, war eine riesige Empörung über den Westberliner Senat, dessen Polizei und damit gegenüber den bundesdeutschen Staatsapparat insgesamt. Es entstand ein massives Misstrauen gegenüber den staatlichen Institutionen mit weitreichenden Folgen.

Das Bild, dass man damals vor Augen hatte, war das eines repressiven Staates, dessen Polizeiangehörige durch den Nationalsozialismus geprägt gewesen seien. Nicht nur, dass sie autoritätshörig waren, sondern auch, dass sie voller Sadismus in Polizeiaktionen hieingegangen seien. Wenn man jetzt in Rechnung stellt, dass der Todesschütze sowohl Mitglied der SED als auch Informant der Stasi gewesen ist, dann hätte es eine andere politische Aufladung der Studentenbewegung gegeben. Das Geburtsmerkmal der Studentenbewegung - durch ein Opfer polizeilicher Repression geprägt worden zu sein, ein friedlich demonstrierender, unschuldiger Student wird von einem schießwütigen Polizisten erschossen – wäre ein anderes gewesen.

Dieses in bestimmter Hinsicht "falsche" Bild, wie man von heute an ja sagen muss, hat zu einer enormen politischen Radikalisierung geführt. Und diese wiederum hat weitere Folgen gehabt, insbesondere was den sogenannten "bewaffneten Widerstand" anbelangt. Nicht ohne Grund hat sich ja die zweite wichtige terroristische Gruppe auf das Polizeiopfer berufen und sich "Bewegung 2. Juni" genannt.

tagesschau.de: Der Prozess gegen den Polizisten Kurras endete mit Freispruch aus Mangel an Beweisen. Mehr als vier Jahrzehnte später tauchen nun insgesamt 17 Aktenbände über ihn auf. Was kommt da noch alles raus?

Kraushaar: Das kann man natürlich überhaupt nicht abschätzen. Man sieht ja, dass sogar mit einem so großen zeitlichen Abstand wirkliche Überraschungen möglich sind, die die Grundlagen eines bestimmten historischen Bildes in Frage stellen und möglicherweise gravierend verändern. Das unterstreicht im übrigen auch noch einmal die Bedeutung der Birthler-Behörde. Ohne sie würde es diese neuen, sensationell anmutenden Erkenntnisse nicht geben.

Aber was mich doch irritiert hat, ist die Äußerung eines der beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter der Birthler-Behörde, denen wir dies zu verdanken haben. Helmut Müller-Enbergs hat erklärt, dass es zunächst einmal gar keine Hinweise auf die Existenz derartiger Akten gegeben habe und dass man ihnen "ausschließlich durch interne Forschungen" auf die Spur gekommen sei. Da würde man als Außenstehender doch gerne wissen, wer den Hinweis gegeben hat auf die Existenz eine solchen Aktenbestandes und wo der sich tatsächlich befunden hat. Ein Zweifel an dessen Echtheit und historischem Stellenwert sollte allerdings aufgrund seines Volumens und seiner Dichte so gut wie ausgeschlossen sein.

Das Interview führte Julia Lüke für tagesschau.de.

http://www.tagesschau.de/inland/kurrasohnesorg102.html

heute gesehen: Mary and Max

ankucken - ganz ganz toll!!


Trickfilmfestival 2009


da ich mich ja gerade auf der fmx und auf der itfs rumtreibe seht ihr hier ein paar der lustigen die es auch im netz gibt.


KJFG no 5




Photograph of Jesus




The Control Master


7twenty7

enjoy(rider)!

The Party Crasher Gang








Crashed Per Gessle Party in Munich


huhu
kurze konzert und tagesresume von dem kick off des tages.


als ich heute morgen um 11:49 auf die uhr geschaut habe is mir ganz schlecht geworden, sollte doch um 12:02 mein zugfahren.
na das wird ja ein tolles ding wenn das schon so losgeht.
also be bahn. de geschaut und siehe da um 12:33 geht der naechste.
3:55 nach muenchen - das mal ne zumutung fuer arme studenten.
also nichts wie los und ab nah muenchen. unterwegs is mir aufgefallen was ich vergessen habe als ich in ulm das erste mal umgestiegen bin - regenjacke - na wenn sich das mal ned boese auswirkt.


angekommen in muenchen erinnere ich mich schmerzlich an die regenjacke. aber warmes zeug ahb ich dabei. das wird jetzt zamt mac und wechselshirt in einem schliessfach verstaut.
also nun auf zur muffathalle. mittlerweile bin ich ja eh nass und da ich auch seit down under an uebergewicht leide kann ein kleiner stopp beim goldenen m bestimmt nicht schaden.
dbei hab ich so gezahlt das ich 1nen cent zurueck bekommen habe. der glueckscent wird noch seinen dienst tun


angekommen nach langem nass und schon leicht froestelnd an der halle, hab ich erstmal ein paar ehmalige mitschreibende aus dem forum getroffen, wobei ich mich auch gleich in das goldenne buch des tages eintragen durfte.
nach einigem warten war es dan auch schon 7 und die tore ins trockenen gingen auf.
da per in diesem jahr bewusst keine werbung gemacht hat, war der kreis ueberschaulich was ich ihm auch geraten haben will fuer die naechsten jahre ^^


nach dem schnulzensaenger martinique wurde der boden kurz klitschig aber zum glueck nicht rutschig


dan ging es los. zuerst die gang und dan THE man himself. the kung av sand !!!
und der olle, da ja mittlerweile die 50 auch schon ueberschitten hat, rockt noch ganz gewaltig wie in seinen besten jahren. manchmal zu heftig fuer seine rueckmicro, das so staendig aus der tasche gefallen ist.




wunschgemaess wurde an der setlist nichts geaendert, was auch einzelne zwischenrufe von sommertider nichts daran aenderten.
stuecke die zum ersten mal gehoert wurden wie "7twenty7"
oder allein die stuecke der according to gessle rocken immer noch ganz im still des besten albums ever - crash boom bang. ob per a rock verloren hat nach dem ausstieg von anders herrlin als berater ist fraglich. so ist der musikalsiche liveauftritt zusammen mit christopher lundquist sicher auch eine bereicherung, die studioplatten verkraulen aber meiner ansicht nach einige fans der riffs.




am ende des konzertes wurden wir erstmal alle aus der vorhalle getrieben. wohl hat es sich noch nicht bei den meisten rumgesprochen das per bisher ausser in zuerrich immer autogramme gibt.
also nett warten und treiben lassen wie in der viehherde und der marlboromann hat die kippe mit der sicherheits maglite getauscht.
nach 20 minuten kommt also the MAN unter applaus auf uns zu und schreibt brav und laesst sich mit den selbigen ablichten.
unterdessen - und nun kommt der punkt warum ich diese kleinkozerte so liebe - schleicht sich die band in den vorraum um ein bierchen zu trinken. aber clrarance als altes schlitzohr hat natuerlich bereitwillig die anderen im gang bleiben lassen und so konnte man sich vom laegenderem pelle allsing, dem drummer aus roxette tagen, eben christopher und clarance und auch dem bassisten magnus (der mir uebrigens in twitter zurueckgeschrieben hat) autogramme und bilder holen.leider hat zu diesem zeitpunkt der akku der digicam schlapp gemacht und ich musste zweitklassige iphone bilder machen.
hoffe des wird was und dan kommen die sicher hier rein.


nun ist es also 2:27 am fruehen morgen in muenchen und ich warte auf den 3:17 zu der mich wieder ins heimatland bringt. ganz bitter das der lezte zug zwischen zwei landeshauptstaetten um 22:30 faehrt.
da hat der mehdorn wohl nie an schwedische bands gedacht, die zu der zeit noch autogramme schreiben.


ich will mich ja ned beschweren und burger kind bietet nach 5 fragen daher kostenloses internet an. wenigstens des erinnert mich an australien. wetter eher an deutschland und per gessle eh an alle tollen momente.


ps: pletrum hab ich auch diesemal mir wieder erkaempft, also muss ich ned nach schweden und mit autogrammen, plectrum, per gessle live und zum anfassen sowie die baldige aussicht auf heimkehr hat sich der glueckscent aber sowas von gelohnt

Headless in Seattle

so! waehrend andere sich die sonne aufn bauch scheinen lassen (per in prag, theo in dehli) sitz ich inner bude und mach mir den kopf weg.
bitte schoen

Carbox Greenbox

pathwaywoche sthet gerade an und ich hab mich bei der greenbox eingeschrieben. wer von euch sich greenbox ned vorstellen kann dem hab ich hier was lustiges;



ich hab mir folgendes ueberlegt:
s1: jemand bkommt nen schlag vor den kopf und verliert diesen
s2: derkopf huepft aus dem raum in de garten
s3: kopfloser rennt hinterher
s4: kopf huepft durch garten und platz auf einem nagel
s5: kopfloser sieht nix mehr und rennt gegen baum

hoff mer das des klappt

Tour Update


karte fuer muenchen ist gekauft, bahn ticket geordert, lauft also alles
soweit nach plan
per ist froehlich am ueben und hat auch ein bissel spass dabei.









neue kategorie - neue aufgabe


da ich mich in zukunft wieder mehr den akademischen sachen wittmen werde, sprich serioes arbeiten und hin und wieder auch mal was aus der vorlesung posten werde (zeit is ja), hab ich dafuer eine neue kategorie.

man darf ja mal ...


Sheep World


ARD beschließt Federführungen bei Sport-Großveranstaltungen

Für Olympische Spiele sowie Fußball-Welt- und Europameisterschaften gibt es zukünftig in der ARD feste Senderzuständig-keiten. Dies beschlossen die Intendantinnen und Intendanten einstimmig auf ihrer Sitzung in München. Bisher richtete sich die Federführung für sportliche Großereignisse überwiegend nach der territorialen Korrespondentenaufteilung.
Für die Zukunft bedeutet dies, dass der WDR für die Vorberei-tung und Durchführung aller Fußball Europameisterschaften, der SWR für alle Fußball-Weltmeisterschaften, BR oder MDR für Olympische Winterspiele und der NDR für Olympische Som-merspiele zuständig sein werden. Konkret zeigt sich diese Kon-stanz bereits bei den Federführungen der Olympischen Som-merspiele 2012 in London, die nach Peking wieder vom NDR für die ARD organisiert werden und nach der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wird der SWR auch für das Tur-nier 2014 in Brasilien zuständig sein. Für den ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust ist dies eine Entscheidung für mehr Qualität und Professionalität: "Dadurch wird kontinuierlich und effizient Erfahrung und Kompetenz in den Produktions-, Technik- und Redaktionsbereichen der zuständigen Landesrundfunkanstal-ten aufgebaut, die dem Programm nutzt und langfristig Kosten reduziert."

rene marik

hut ab- hosen an



Monster vs Alien