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ab jetzt findet ihr mich unter der addy


http://joyridersworld.blogspot.com/


viel spass dort mit neuen moeglichkeiten.

Hefezelle Production proudly present:

cam and cut:

AVID Schnittmobil fuer das ZDF


Das neue Produktionsmittel ist in der Lage die Produktionen wie Wahlen, Parteitage, Show- und Sport-Events durchzuführen.




Auf Basis eines Dreiachser Fahrgestells mit 26 t zulässigem Gesamtgewicht wurde ein spezial Kofferaufbau mit einer Länge von 8,5m und einem seitlichen Ausschub-Modul mit einer Länge von
4m und einer Breite von 1,6m hergestellt. Das Fahrzeug besteht aus 3 Edit Bereichen, zwei Sprecherkabinen sowie einem zentralen Geräteraum.




Besondere Anforderungen wurden bei diesem Projekt an den Dauergeräuschpegel und an die Schallpegeldifferenz gestellt.
Die Schallpegeldifferenz von innen nach außen liegt bei über 40 dB, der Ruhegeräuschpegel in den Sprecherkabinen bei 33 dB (A) und in den Edit Räumen bei 35 dB (A). Als zentrales Schnitt- und Speichersystem stehen vernetzte AVID Media Composer/Airspeed Systeme
zur Verfügung, zwei EVS-Server sind ebenfalls in das System integriert.
Eine 96x96 HD-SD Videokreuzschiene sowie eine 16x16 Audiokreuzschiene, die von einem redundantem VSM System gesteuert werden, lassen ein flexibles Arbeiten zu. Als Audiomischer wird in jedem
Editbereich je ein MIX-4 Mischer eingesetzt.
Mit der Lieferung des DPM 1 Fahrzeugs wurde das erste von 4 Fahrzeugen ausgeliefert, die sich zurzeit
bei der Broadcast Solutions GmbH für das ZDF in der Fertigung befinden.Neben dem zweiten DPM Fahrzeug entstehen noch die beiden 16 Kamera HD-Übertragungswagen MP 4und MP 5.
Bei der Leichtathletik Weltmeisterschaft vom 15.-23. August in Berlin werden vom ZDF die beiden DPMFahrzeuge und der große HD-Übertragungswagen MP 4 zum Einsatz kommen.

HDTV-Ü-Wagen für das ZDF


Die Broadcast Solutions GmbH fertigte in einer Bauzeit von nur 8 Monaten den ersten HDTV Übertragungswagen für das ZDF in Mainz.
Das neue Mobile Produktionsmittel MP 4 wurde am 24.07.09 an das ZDF Team um den Projektleiter Thomas Forcher übergeben.





Auf Basis eines Sattelauflieger mit 13,60m Länge und einem 1,60m breiten komplett durchgehenden
Auszug verfügt der MP 4 über zwei unabhängige Video- und Ton- Regieräume und ist vorbereitet für
den 3Gb/s HD Standard.
Bis zu 30 Arbeitsplätze stehen im Ü-Wagen zur Verfügung.


Vorbereitet für 18 Kameras, Videokreuzschiene mit 468 Eingängen und 864 Ausgängen, Bildregie 1 mit
4 ME Mischer, Bildregie 2 mit 3 ME Mischer und Tonmischer Konsole 16/8/8 mit 192 DSP Kanälen,
Tonregie mit Konsole 28/8/24 mit 240 DSP Kanälen, 6 vierkanalige Slomo Server…….


Weitere Details können Sie bei einer Besichtigung des MP 4, eines der innovativsten HDTV Ü-Wagen
Europas, auf unserem Stand OE 130 bei der IBC in Amsterdam vom 11.-15.09.09 erfahren.


Der erste Produktionseinsatz des MP 4 war beim Frauenfußball Länderspiel Deutschland gegen Japan
am 29.07.2009 in Mannheim. Das Spiel wurde Live mit dem MP 4 übertragen.



Presseeinladungen: ARD kann auch lustig




Wer glaubt, die ARD sei eine humorbefreite Zone, der irrt. Seit der Vorsitz des Senderverbunds beim SWR liegt, überrascht die Pressestelle die Journalisten nun regelmäßig mit Einladungstexten, die von mal zu mal origineller und schräger werden. DWDL.de hat beim Presseteam mal nachgefragt, wie es dazu kam.


"Hanse schon gehört?" Die ARD kann auch lustig. Bislang war man von der Kommunikation des Senderverbunds eher eine technokratische Sprache gewohnt. Vor allem die Einladungen zu den regelmäßig stattfindenden Intendantenrunden, die an die Journalisten verschickt wurden riefen zu Weilen nur ein müdes Gähnen hervor. Themen wie der Drei-Stufen-Test, der Rundfunkänderungsstaatsvertrag und Beihilfeverfahren der EU stehen - so bedeutend und richtungsweisen sie auch sein mögen - nicht gerade für Spannung und Unterhaltung.


Seit Anfang des Jahres allerdings liegt der Vorsitz der ARD nun beim SWR - und damit auch die Pressearbeit für den Senderverbund. Seitdem kümmern sich Ulla Fiebig und Harald Dietz in einem insgesamt fünfköpfigen Team darum, dass die Presse weiß, worum es bei der ARD gerade geht - und vor allem darum, dass sie sich überhaupt dafür interessiert.


Und das machen sie mit Humor. Einem Humor, der mit jeder Einladung schräger wird und in den Redaktionen ein Schmunzeln hervorruft. Zeigte man sich im Februar noch beherzt ironisch und lud ein mit den Worten "Die Medienseiten zeigen es fast täglich: Die ARD ist ein viel beachtetes, häufig kritisiertes, aber - manchmal - auch gelobtes Medien-Unternehmen", so bauten Dietz und Fiebig für den April eine Einladung aus den Sendungstiteln der ARD-Flaggschiffe.


"Wir laden Sie ein - in aller Freundschaft - zu einem ARD-Report aus München", hieß es da. Und weiter: "Erörtern Sie mit uns - hart aber fair - aktuelle Themen, Titel, und Thesen rund die die ARD sowie das Plus und Minus des Programms". Für den Juni dann textete man assoziativ zum Veranstaltungsort Bremen, wo die Intendantensitzung "vor Anker ging", denn: "Die medienpolitische Großwetterlage bietet alles - vom lauen Lüftchen bis zur steifen Brise".


In dieser Woche nun lädt die ARD für den September nach Hamburg ein und die Einladung dazu mutetet noch ein wenig schräger - und damit wohl auch effektiver - an: "Hanse schon gehört? ARD-Tagung der Intendantinnen, Intendanten und Gremien in Hamburg. Alster letze Sitzungstermin an der Weser war, hatten Sie vielleicht keine Zeit. Das Elbe soll nicht nochmal passieren", texteten Fiebig und Dietz "kiez und knapp" rund um die Veranstaltung.


Zeit und Ort gibt die ARD-Pressestelle mittlerweile übrigens unter den Schlagworten Anfang, Raum, Datum bekannt - jeweils mit gefetteten Großbuchstaben. "Überraschend viel positives Feedback" hat das Presseteam bereits erhalten, wie Harald Dietz im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de sagte. Auch bei den Kollegen innerhalb des Senderverbunds stößt der neuen Sprachduktus ihm zu Folge auf Anklang.


Die neue Tonalität der Presseeinladung sei "der Versuch es nicht ganz so normal zu machen", um ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, so Dietz. "Wenn man ein bisschen Zeit hat, sollte man probieren, es anders zu machen", lautet sein Credo. Allerdings sollte man die Erwartungen an die nächsten Sitzungen nicht allzu hoch schrauben. Bis zum Ende der Amtszeit des SWR, die voraussichtlich bis Ende 2010 andauert, werde es vielleicht nicht immer gelingen, derart den Ton zu treffen, kündigt Dietz vorsorglich an.


MTV suckt!


nicht nur das die jungs von mtv wohl nach der gehirnamputation
und der darausfolgenden aktion alle musikvideos durch daemliche
amerikanische such und schmuddel sendunge verbannt hat,
arbeiten in der redaktion jetzt wohl auch nur noch 1euro jobber.
gut das ich fuer den dreck keine gez zahlen muss!


hier ein kleiner auszug meiner mail


Hallo,
du hast uns eine Frage gestellt und hier unsere Antwort:


21.07.09 11:44 ich:
hej!
bei einer lockeren bierrunde am geselligen abend sind wir auf das thema mtv und fruehere kindheit gekommen. dabei auch auf den namen ray cox. leider findet man bis auf urlaubsbilder nichts mehr ueber ihn. habt ihr da was am start? ne homepage oder sowas?
cheers


22.07.09 12:18 MTV (Ohne Abteilung):
Hi

hier geht\s lang: http://de.wikipedia.org/wiki/Ray_Cokes

Viele Grüße,
Dein MTV Team



dafuer, mein mtv team, brauch ich wirklich kein mtv team.


Fuer alle VW und Porsche Mitarbeiter


Gibt es wirklich diese blutigen Rituale?


Geheimnisvoller ARD-„Tatort“ über Studentenverbindungen


Millionen TV-Zuschauer tauchten gestern Abend in eine mysteriöse Welt aus Ritualen und Männerzirkeln ein.


Im ARD-Tatort „Satisfaktion“ ging es um den Mord an einem Verbindungsstudenten in Münster. Kommissar Thiel (Axel Prahl) ermittelt innerhalb der Verbindung, in der Professor Boerne (Jan Josef Liefers) Mitglied ist.


• Gibt es diese blutigen Rituale wirklich?
Ja. Seit dem 16. Jahrhundert finden Fechtkämpfe (Mensuren) statt – als Mutprobe zur Persönlichkeitsbildung. Deshalb nennt man solche Verbindungen (Korporationen) „schlagend“ (z. B. Corps, Burschenschaften, Landsmannschaften). Hintergrund: Studenten gehörten im Mittelalter zu den wenigen, die Waffen tragen durften.


• Was bedeutet der „Tatort“-Titel „Satisfaktion“?
Das ist Latein, bedeutet „Genugtuung“.


• Wie sind Korporationen entstanden?
Als Schutzgemeinschaften an den mittelalterlichen Universitäten. 1815 schlossen sich Studenten, die gegen Napoleon gekämpft hatten, zur Urburschenschaft zusammen, waren auch treibende Kraft der demokratischen Revolution von 1848. Alle Korporationen wurden unter den Nazis verboten.


• Ist das Fechten illegal?
Nein, denn Verletzungen werden von beiden Teilnehmern in Kauf genommen.


• Ist das gefährlich?
Mögliche Verletzungen: Hieb- und Schnittwunden auf Kopf und Gesicht (Schmiss). Ein Arzt ist immer vor Ort.


• Wird wirklich so maßlos getrunken?
Nein, niemand ist gezwungen, Alkohol zu trinken. Feste finden meist „auf“ Verbindungshäusern statt.


• Wer kann Mitglied werden?
Einige Korporationen nehmen auch Frauen auf, die meisten aber nur Männer.


• Warum werde ich Mitglied einer Korporation?
Hier wird das Lebensbund-Prinzip gepflegt, Freundschaften fürs Leben aufgebaut. Mitglieder bleiben im Berufsleben als „Alte Herren“ dabei. Wichtig sind gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Wertvorstellungen.


• Woran erkennt man Verbindungsstudenten?
Die meisten tragen farbige Bänder und Mützen.


Rituelle Verunreinigung




Der spirituelle Super-Gau: "Wie wird der Mensch überwunden?"

Neon Jesus und die Propagandakompanie der Bruderschaft des Purpurnen Pfausbezirzen Dich

mit zeitgenössischer elektronischer Musik, psychedelischen Klanglandschaften und inszenierter

Realitätund läuten damit den notwendigen Paradigmenwechsel ein: Hör zu, wie ich schmetter

in Jerichos Horn,/ Sieh her wie ich trage, die Kron`aus Dorn,/ Brot zu Fleisch und Wasser zu Wein,/

im Glanze des Neon- Heiligenschein.


Klick for LIVE Stream

Brüno: Austria Gay TV


Iran und die Fakten eines Leitmediums

Seit der Wahl im Iran wird über den Ausgang diskutiert: War es Wahlbetrug oder nicht? Ein Spiegel-Artikel liefert ein groteskes Bild eines mainstreammedialen Wirklichkeitsverständnisses. Eine Analyse
Es ist ein altbekanntes Phänomen, dass Journalisten aus Leitmedien für sich beanspruchen, die Wirklichkeit zu kennen, wie sie ist. Bekannt ist auch, dass ihre Wirklichkeit in aller Regel der Wirklichkeit entspricht, wie sie von den Meinungsmachern ihres Berufes aber auch von den Meinungseliten aus Politik, Wirtschaft und den anderen zentralen gesellschaftlichen Teilbereichen verbreitet wird. Anzunehmen, dass Wahlen in den USA manipuliert werden könnten, gilt demnach geradezu als absurd; genauso absurd, als nähme man an, dass bei den Wahlen im Iran alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Und dafür gibt es auch eine einfache, wenn auch alles andere als zwingend logische Begründung: Die USA sind ein demokratischer Staat, während im Iran ein diktatorisches Regime herrscht. Kurzum: Nicht selten ist die Welt der Leitmedien eine Welt, in der die Realität durch Komplexitätsreduktion mitunter an alte Hollywood-Western erinnert: Die Bösen tragen die schwarzen und die Guten die weißen Hüte.

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Geradezu ein Paradebeispiel für diese eindimensionale Wirklichkeitsauffassung zeigt sich in dem Spiegel-Artikel [extern] Deutsche Linke und Iran: Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad! von Reinhard Mohr.

Kurz zusammengefasst geht der Artikel von einer massiven Wahlmanipulation im Iran aus und kritisiert gegenteilige Lesarten, die, so sieht es der Artikel, vor allem aus dem linken und rechten politischen Spektrum kommen.

Das Problem: Anstatt dass der Artikel sachlich die Gründe für und gegen eine Wahlmanipulation zusammenstellt und im Sinne eines Informationsmediums für die Leser aufbereitet, bietet er ideologisch gefärbte, eindimensionale Argumentations- und Interpretationsmuster und wird dadurch zu einem willfährigen Helfer eines von diversen Interessen durchsetzten politischen Spannungsfeldes bezüglich der Iran-Frage.

Im Lead des Artikels schreibt der Spiegel-Autor:

Iranische Oppositionelle als "Discomiezen" und "Strichjungen des Finanzkapitals" - was sich anhört wie Mullah-Propaganda, stammt aus den Webforen der deutschen Linken. In ihrer Bewunderung für das islamistische Regime sind sie sich mit ihrem schärfsten Gegner einig: den Neonazis.
Spiegel

Bereits zu Beginn des Artikels entsteht durch Zitate, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, sowie inhaltlich falsche Aussagen ein journalistisches Zerrbild, das nicht dem Standard eines Leitmediums gerecht werden kann.

Der Reihe nach. Auf seinem Blog schreibt der linke Autor und Journalist Jürgen Elsässer unter der Überschrift "Glückwunsch Ahmadinedschad!" einen Kommentar zur Wahl im Iran. Liest man den ganzen Kommentar, wird deutlich, dass Elsässer sich in einem Ton voll beißender politischer Ironie zur Wahl äußert. Um die "Glückwünsche" zu verstehen, muss man wissen, dass Elsässer in seinen Büchern und Schriften immer wieder bestimmte, in den Mainstreammedien vorherrschende Lesarten zu geopolitischen Sachverhalten analysiert und gegen den Strich dekonstruiert. Elsässer, so ist anzunehmen, hat schlicht erkannt, dass Ahmadinedschad eine Hürde für maßgebende Kräfte im geostrategischen Schach ist und deren imperialistische Bestrebungen im Iran daher scheitern. Der Glückwunsch ist eher als Seitenhieb in Richtung machtelitäre Geostrategen zu lesen anstatt ihn als realitätsferne Bewunderung der Verhältnisse im Iran zu interpretieren.

Doch weiter. Im zweiten Satz heißt es, dass die deutsche Linke (wer auch immer das ist), die Regierung in Iran bewundere. In dieser Aussage stecken mehrere Unzulänglichkeiten: Aus einer kritischen Aussage Elsässers zu den iranischen Oppositionellen wird zunächst auf die Linke (Vereinfachung) geschlossen, um dann zu unterstellen, die Linke würde die iranische Regierung bewundern (wer vermutet, dass die Wahl im Iran nicht manipuliert wurde, bewundert also die iranische Regierung) . Und schließlich unterstellt der Artikel auch noch, die Linke sei sich mit den Neonazis (Vorsicht: Signalwort) in der Bewunderung (die nicht vorhanden ist) einig.

Während Neonazis Sympathien für Ahmadinedschad aufgrund dessen anti-israelischer Haltung haben, warnen verschiedenen Personen aus dem linken Spektrum vor einer Dämonisierung des iranischen Präsidenten, weil sie erkennen, dass es bei der Iran-Frage um geostrategische Interessen geht. Das ist ein Unterschied. Einen gemeinsamen Berührungspunkt, der auf "Bewunderung" beruht, gibt es keinen.

Lesen wir weiter:

Eigentlich ist es ein klassisch revolutionäres Szenario: Hunderttausende, ja Millionen Menschen demonstrieren auf der Straße gegen den offenkundigen und massiven Wahlbetrug eines reaktionär-klerikalen Regimes, das sich auf einen brutalen Militär- und Sicherheitsapparat stützt.
Spiegel

So schafft ein Leitmedium Fakten: Zunächst sei dahingestellt, wie hoch die Zahl der Demonstrierenden im Iran wirklich war. Für den Spiegel sind es Hunderttausende, ja Millionen. Von Interesse ist: Der Spiegel schreibt, dass Menschen nicht nur gegen einen "offenkundigen", sondern auch noch zugleich gegen einen "massiven Wahlbetrug" demonstrieren. Und da das "reaktionär-klerikale Regime" "sich auch noch auf einen brutalen Militär- und Machtapparat stützt", muss man als anständiger Journalist auch nicht mehr viel begründen. So funktioniert also die Binnenlogik in einem Artikel aus der Qualitätspresse: In einem Land gibt es einen brutalen Militär- und Machtapparat, folglich sind die Wahlen offensichtlich und massiv manipuliert. Verifizierungen sind da nicht mehr von Nöten.

Während sich in den weiteren Abschnitten des Artikels der Spiegel-Autor auf die Suche nach den Reaktionen der "klassischne Linken" (jetzt ist es plötzlich nicht mehr die Linke) zur Iran-Wahl begibt, wird er auch fündig und zitiert den Europa-Abgeordneten der Linkspartei, André Brie:

Das offizielle Wahlergebnis, der überwältigende Sieg von Präsident Ahmadinedschad, sei "Ausdruck für das Scheitern der westlichen Konfrontations- und Demütigungsstrategie". Wir verstehen. Egal, was passiert, der Westen ist schuld, allen voran natürlich Amerika und Israel.
Spiegel

Faktenfreiheit und viel Meinung

Bries Aussage wird nicht zum Anlass genommen, kritisch zu hinterfragen, ob es denn eine "Konfrontations- und Demütigungsstrategie" vom Westen gab, vielmehr wird die Anti-Amerika- und Anti-Israel- Keule ausgepackt. Hinzu kommt auch bei diesem Zitat wieder eine inhaltliche Verzerrung. Der Spiegel-Autor erwähnt korrekterweise, dass Brie 20 Zeilen zur Wahl geschrieben habe. Brie sagt nämlich auch:

Die Außen- und Nuklearpolitik Ahmadinedschads sind bedrohlich - sie können aber nur friedlich und auf der Grundlage internationalen Rechts, sowie durch die atomare Abrüstung existierender Atomwaffenmächte verändert werden, die Israel sowie eine kernwaffenfreie Zone im gesamten Nahen und Mittleren Osten einschließt. Die inakzeptable Menschenrechtssituation und die Lage der Frauen im Iran können gleichermaßen nur durch einen Strategiewandel der internationalen Gemeinschaft auf der Grundlage einheitlicher Rechts- und Menschenrechtsstandards verbessert werden.
[extern] Andre Brie

Ob die Ansichten von Brie nun sinnvoll sind oder nicht, sei dahingestellt. Nach einem Linken, der den Wahlausgang im Iran vollkommen unkritisch bewertet und gutheißt, hören sie sich nicht an. Doch die weiteren Aussagen von Brie verschweigt der Spiegel.

Im weiteren Verlauf des Artikels wird mit einer guten Portion Polemik über alles hergefallen, was in irgendeiner Weise politisch links steht. Da ist z.B. Attac, eine laut Spiegel "…notorisch kapitalismus- und globalisierungskritische Organisation gegen das Böse und für das Gute in der Welt…", die sich lieber "auf die tolle Sommerakademie Anfang August [freut] ("Anmeldung mit Frühbucherrabatt")". Da lässt man einen Autor der jungen Welt "…vulgär-marxistische(s) Besteck aus dem Tornister…" holen und Ulrike Meinhof sagen, dass geschossen werden darf.

Auch Jürgen Elsässer lässt man nochmal auf die Bühne, dieses Mal als einer, "…der im Südwestrundfunk kürzlich noch mit Heiner Geißler über die Wirtschafts- und Finanzkrise debattierte..." und sich "zu einem wahren Rausch" hinreißen ließ. Der Form halber sei darauf hingewiesen, dass das Wort "Rausch" in diesem Kontext als eine Art Symbolwort zu verstehen ist durch das "die" Linke in dem Artikel klassifiziert wird. Einer der im Rausch ist, kann sich seiner Sinne nicht mehr klar bedienen, er verliert den Bezug zur Realität, zur Zeit des Rausches lebt er in einer eigenen, verzerrten Sinnwelt – einer verzerrten Sinnwelt, wie sie eben, laut der Botschaft des Artikels, der linken Wahrnehmung entspricht. Deutlich wird in diesem Zusammenhang auch, dass der Spiegel-Autor sich selbst als Gegenpart konstruiert. Durch den Grundton des Textes, der den Anspruch aufzuklären transportiert, gibt der Autor vor, nicht in einem "Rausch" zu sein, sondern die Realität mit nüchternem Blick und klaren Sinnen zu erfassen.

Legitime und illegitime Informationsverwerter

Schließlich zitiert der Spiegel auch noch einen "guten alten Verschwörungstheoretiker":

Mathias Bröckers, langjähriger taz-Redakteur und Autor mehrerer Bücher über die Terroranschläge vom 11. September 2001, in denen akribisch nachgewiesen wird, dass alles ganz anders gewesen sein muss als es die offizielle "Legendenbildung" will. Bröckers weiß auch jetzt wieder, wie es wirklich war: "Auch wenn die Gerüchte über Manipulationen und Wahlbetrug und die Massenproteste gegen das Ergebnis in den auf regime change getrimmten West-Medien derzeit hohe Wellen schlagen und als erster Keim eines Volksaufstandes bejubelt werden - das Wahlergebnis entspricht ziemlich genau dem, was verlässliche Prognosen vor der Wahl vorhersagten.
Spiegel

Interessanterweise taucht an dieser Stelle Mathias Bröckers auf, der durch seine Position zum Thema 9/11 zu einer der Personen in der Auseinandersetzung zwischen den großen Medien und alternativen Publikationen, wie sie im Internet zu finden sind, geworden ist.

Der Verweis auf Bröckers zeigt: In dem Spiegel-Artikel geht es zwar einerseits um die Auseinadersetzung mit den Linken und deren Position im Iran, aber andererseits transportiert der Autor in seinem Artikel einen Subtext, der dem seit Jahren andauernden Konflikt zwischen legitimen und illegitimen Informationsverwertern anspricht.

Legitime Informationsverwerter sind insbesondere ausgebildete Journalisten, die bei den klassischen Medien arbeiten, während illegitime Informationsverwerter jene Publizisten sind, die ihre Texte, Dokus etc. im Internet, etwa auf einem Blog oder einer Homepage veröffentlichen.

Nach der Etablierung des Internets als neues Medium wurde schnell deutlich, wie groß mitunter doch der Unterschied zwischen den Wirklichkeiten ist, wie sie die großen Medien vertreten und wie sie im Internet zu finden sind. Auf einer tiefenstrukturellen Ebene offenbart der Artikel, dass die großen Medien alternative Wirklichkeitsdeuter fürchten wie ein kommerzielles Medium den Anzeigenverlust.

Dass der Spiegel Bröckers in diesem Artikel erwähnt, der zusammen mit anderen Mitstreitern das erste große "Shootout" zwischen Vertretern der alten Medien und Vertretern des Internets bewirkte, als es in den Jahren nach 9/11 um eine kritische Aufarbeitung der Geschehnisse in den USA ging, verweist darauf, dass alternative Berichterstatter für die großen Medien noch immer wie ein Stachel im Fleisch sind.

In einer Art Schlussbetrachtung erklärt der Autor dann, was es mit dieser angeblich falschen Betrachtungsweise der Linken auf sich hat. Darin heißt es:

Staunenswert an all diesen Kommentaren von links und ganz links ist, wie souverän sämtliche Tatsachen ausgeblendet - oder in ihr Gegenteil verkehrt - werden, die selbst unter Berücksichtigung der unübersichtlichen Nachrichtenlage auf der Hand liegen. Dabei handelt es sich nicht bloß um die ideologische Blindheit und moralische Verkommenheit von Verschwörungsaposteln und anderen Wirrköpfen. Absurde Stellungnahmen dieser Art weisen auch auf die ganze Freiheitsverachtung hin, die im linksdogmatischen Lager leider eine unrühmliche Tradition hat. Während man hierzulande an jeder Ecke die Fratze des "neoliberalen" Ungeheuers an die Wand malt, dem irgendein "neuer Faschismus" gewiss bald auf dem Fuße folgen werde, zeigt man sich gegenüber einem reaktionären, islamfaschistischen Terrorregime wie in Iran äußerst verständnisvoll, das alle Hoffnungen des eigenen Volkes, vor allem der Jugend, mit gnadenloser Gewalt erstickt. Die völlig irrationale und faktenwidrige Fixierung auf "den Westen" als Urheber allen Übels verstellt die Sicht auf jede greifbare Wirklichkeit.
Spiegel

In der Aussage

Staunenswert an all diesen Kommentaren von links und ganz links ist, wie souverän sämtliche Tatsachen ausgeblendet - oder in ihr Gegenteil verkehrt - werden, die selbst unter Berücksichtigung der unübersichtlichen Nachrichtenlage auf der Hand liegen.
Spiegel

wird noch einmal der Anspruch des Verfassers, ein legitimer Deuter gesellschaftspolitischer Wirklichkeit zu sein, klar. "Von links und ganz links" werden Wirklichkeiten einfach ausgeblendet, Wirklichkeiten, die er, der Autor, offensichtlich klar erkennt und an die Mediennutzer weitergibt. Und das selbst bei einer "unübersichtlichen Nachrichtenlage", während die "Verschwörungsapostel" und "Wirrköpfe" aus dem "linksdogmatischen Lager" zu Feinden der Freiheit transformiert werden.

Die Wirrköpfe und der Vermittler der Wirklichkeit

Die Wörter "Verschwörungsapostel" und "Wirrköpfe" markieren sprachlich, wie sehr der Autor den Linken eine Wirklichkeitsferne zuschreibt. Jeder Begriff, der mit dem Nomen Verschwörung versehen ist (sei es nun Verschwörungstheorie, oder Verschwörungstheoretiker) ist ein Kampfbegriff erster Güte.

Spätestens seit der Kontroverse um die alternativen Wirklichkeiten zum 11. September stehen die Begriffe im mainstreammedialen Journalismus für Personen, die nicht in der Lage sind, mit der Komplexität dieser Welt umzugehen und sich deshalb mehr oder weniger einfache Denkschemata konstruieren (cui bono?), mit deren Hilfe sie die Welt dann erfahrbar machen und einen Sündenbock ausfindig machen können. Durch den Begriff Apostel, der soviel wie Gesandter bedeutet, wird ein direkter Bezug zur (unter "rational" denkenden Menschen) verpönten Glaubenswelt, in die Sphäre des Religiösen hergestellt.

Die Verbindung der beiden Begriffe "Verschwörung" und "Apostel" beinhaltet folglich geradezu eine Verdopplung eines "Realitätsentrücktseins", mit denen sich "die" Linken nun durch den Artikel konfrontiert sehen. Nicht nur, dass dem Begriff "Verschwörungen" an und für sich in der mainstreammedialen Lesart etwas Wirklichkeitsfernes anheftet, jetzt kommt auch noch die "Realitätsferne" des Metaphysischen ins Spiel. Um seine Aussage deutlicher zu machen, verwendet der Autor dann noch das Wort "Wirrköpfe", durch das in der Binnenstruktur des Textes ein Bezug zu dem weiter oben benutzten Wort "Rausch" hergestellt wird. Auch das Wort "absurd" ist in diesem Sinne zu verstehen.

Die Aussage, dass man (also "die" Linke) sich bezüglich eines "islamfaschistischen Terrorregime wie in Iran äußerst verständnisvoll" zeige, kann als eine recht kreative Auslegung der Wirklichkeit betrachtet werden. Kaum einer der in dem Artikel angeführten "Linken" dürfte die politischen Verhältnisse im Iran gutheißen. Die Frage zum Umgang mit dem Iran wird von ihnen eben nur kontextuell angegangen.

Durch den Begriff "Fixierung" wird letztlich die bereits im Raum stehende Psychiatrisierung "der" Linken sprachlich markiert. Es ist bekannt, dass der u. A. in der Psychoanalyse verwendete Begriff der "Fixierung" auf eine psychische Störung verweist. Somit werden, und jetzt ist der Zustand eines manipulativen, gefährlichen Journalismus erreicht, Menschen für ihre politische Auffassung im Qualitätsmedium Spiegel psychiatrisiert. Damit ist die Grenze eines seriösen Journalismus weit überschritten.

Die Auseinandersetzung mit dem Spiegel-Artikel zeigt, dass der Autor unentwegt Komplexität reduziert, wobei er, und das ist der eigentliche Vorwurf, die Komplexitätsreduktion nicht nutzt, um Sachverhalte wirklich zu erhellen. Stattdessen wird der Leser mit einem Journalismus konfrontiert, in dem genau jene Entdifferenzierung der Wirklichkeit vorkommt, die das Medium den Linken vorwirft.

Dass Ahmadinedschad im Iran nicht nach demokratischen Spielregeln fungiert: geschenkt. Dass Ahmadinedschad ein Despot ist: auch das ist geschenkt. Dass das iranische Volk einen besseren Präsidenten als Ahmadinedschad verdient: ebenso, geschenkt. Aber das in dem Artikel nicht einmal die US-Interessen und die geostrategische Bedeutung des Irans thematisiert werden, ist journalistisch nicht tragbar. Dass in dem Artikel nicht einmal auf die Möglichkeit einer geheimdienstlichen Steuerung oder zumindest eines Einflusses der Proteste im Iran durch westliche Geheimdienste hingewiesen wird: auch das, journalistisch unmöglich.

Zur Verdeutlichung, dass westlichen Staaten politische Manipulation und Desinformation nicht fremd sind, sei nur auf die Meldung vor dem ersten Golfkrieg der USA verwiesen, wonach irakische Soldaten angeblich Babys aus den Brutkästen gerissen haben, oder es sei erinnert an die jubelnden Palästinenser, die sich angeblich über die Terroranschläge in den USA gefreut haben. Ganz zu schweigen von den Lügen um den zweiten Krieg der USA gegen den Irak. Wobei in der Qualitätspresse damals schlicht [extern] von "aufgepeppten Geheimdienstdossiers" gesprochen wurde.

Doch gewiss bedeuten Verstrickungen von Geheimdiensten ins geostrategischen Schach, bedeutet eine Tiefenpolitik von Machteliten nicht per se, dass diese auch in und um die Wahlen im Iran Anwendung gefunden hat. Der Autor mag vielleicht mit seiner Vermutung, dass die Wahlen im Iran manipuliert worden sind, ganz im Recht sein, aber eine Rechtfertigung für solch ein journalistisches Zerrbild, wie es der Artikel zum Vorschein bringt, wäre auch das nicht.

Am Ende der Analyse bleibt der fahle Geschmack, dass es in dem Artikel nicht nur um eine Auseinandersetzung mit "der" Linken in Bezug auf die Wahlen im Iran geht, sondern dass das Thema Iran-Wahl als Aufhänger dient, um auf Subtextebene gegen etwas ganz anderes zu opponieren: die Angst vor dem Verlust der publizistischen Deutungshoheit.

ZDF vor HD-Start:




Mit der Leichtathletik-WM im August starten ARD/ZDF ihr erstes großes HDTV-Showcase. Ein Interview mit Eckhard Matzel, Leiter des Technical Innovation Office des ZDF und Tobias Schwahn, HDTV-Experte der Mainzer, über diesen und weitere HD-Showcases und die größten Hürden für das hochauflösende Fernsehen in Deutschland.


In Kürze startet das ZDF den ersten HDTV-Showcase. Handelt es sich dabei um einen Start unter realen Bedingungen oder mehr um eine Aufwärmphase?


Tobias Schwahn: Es sind natürlich noch keine realen Bedingungen, sondern vorerst nur eine Zwischenlösung. Wir haben unsere Infrastruktur jetzt zwar so weit ausgebaut, dass wir diese Showcases abwickeln können. Aber wir haben noch nicht die endgültige Infrastruktur. Das wird auch noch einige Zeit dauern: Derzeit läuft ein Großprojekt, bei dem die kompletten Sendestraßen umgerüstet werden. Abgeschlossen wird das aber voraussichtlich erst Ende 2011. Das Problem ist, dass wir quasi am lebenden Objekt operieren müssen. So eine Umrüstung kann nur nach und nach vonstatten gehen, weil wir ja gleichzeitig normal weiter senden. Zum regulären Start werden wir aber eine sichere Lösung haben.


Ist der Showcase denn ein von Ihnen gewollter Test oder setzt man einfach eine Vorgabe um, weil man als Host-Broadcaster bei der Leichtatlethik-WM ohnehin in HD senden muss?


Eckhard Matzel: Es gibt nicht nur den Showcase zur Leichtatlethik-WM. Auch während der IFA und in der Weihnachtszeit ab Mitte Dezember wird es weitere Showcases geben, bevor im Februar die Regelausstrahlung in HD starten wird. Entstanden ist das Ganze in vielen Gesprächen mit der Industrie, die vor zwei Jahren zur IFA begonnen haben und in denen die Hersteller seinerzeit auf einen schnellen Start von HD gedrängt hatten. Man hat sich dann auf eine Roadmap geeinigt, in der auch diese vorgeschalteten Showcases vorgesehen sind.


Schwahn: Dass der Showcase zur Leichtatlethik-WM stattfindet, hängt natürlich damit zusammen, dass wir diese als Host-Broadcaster ohnehin in HD produzieren müssen. Aber es gibt da keinerlei Vorschriften, dass wir das auch so ausstrahlen müssten. So ein Test ist aber auch für uns wichtig, denn auch wenn eine HD-Umstellung schon viele vor uns gemacht haben, gibt es natürlich immer einen Lernprozess, wenn man es dann letztendlich selbst umsetzt.


HDTV läuft in Deutschland bislang ja ziemlich schleppend, wohl weil man ja auch schon jetzt eine gute Bildqualität hat...


Matzel: Natürlich ist die Bildqualität in Deutschland auch bisher schon in Ordnung. Wenn ich mir früher ein NTSC-Bild in den USA oder Japan angesehen habe, dann war das gegenüber PAL-Bildern schon grausig. Aber trotzdem gibt es ja auch innerhalb Europas Unterschiede, was den Fortschritt in Sachen HD angeht. Es gibt auch traditionelle PAL-Länder, die schon weiter sind als wir in Deutschland. Man kann das also mit Sicherheit nicht allein an diesem Fakt festmachen.


Woran liegt es dann, dass es in Deutschland, wo so viele HD Ready-Fernseher verkauft wurden wie in keinem anderen Land, nur so langsam mit HD voran geht?


Matzel: Die HD-Ready-Fernseher sind ja nur die halbe Miete. Um HD-Bilder sehen zu können, brauchen sie auch einen entsprechenden Tuner und der ist nicht zwangsläufig in jedem Flatscreen integriert. Bei den HD-Empfängern liegen wir in einer Größenordnung von 500.000 bis eine Million Geräten in Deutschland - und das ist natürlich noch sehr wenig.


Schwahn: Da muss auch noch viel Konsumenten-Aufklärung betrieben werden. In Umfragen kommt ja immer wieder heraus, dass die wenigsten Leute, die einen HD-Ready-Fernseher zu Hause stehen haben, auch wissen, was das eigentlich bedeutet. Manche denken, sie haben jetzt schon HD, andere denken, sie können ohne weiteres damit schon HD schauen und wieder andere wissen gar nicht, was HD ist.


Ist denn die größte Herausforderung momentan, die Konsumenten aufzuklären oder doch eher, die Kabelnetzbetreiber in Deutschland zu überzeugen, die HD-Signale auch einzuspeisen?


Matzel: Ich glaube, das ist ein Problem, dessen sich die Kabelnetzbetreiber schon annehmen werden. Über Satellit können HD-Signale direkt und ohne Probleme ausgestrahlt und empfangen werden, im Kabel wird das hingegen vorerst nur teilweise der Fall sein. Ich denke aber schon, dass die Kabelnetzbetreiber da relativ schnell nachziehen werden um gegenüber den anderen Verbreitungswegen konkurrenzfähig zu bleiben.. Sie müssen einfach schon deshalb etwas unternehmen, da es neben dem Satelliten als Alternative auch noch IPTV gibt und diese Anbieter wie etwa die Telekom sind sehr interessiert daran auch unser HD Angebot zu bekommen. Wenn sich die Kabelnetzbetreiber sperren, wird das zur Folge haben, dass dem derzeit bedeutensten Verbreitungsweg in Deutschland immer mehr Kunden davon laufen und sich dem Satelliten oder anderen HD-Verbreitungstechniken zuwenden.


Ganz konkret gefragt: Wie sieht es denn beim anstehenden Showcase aus? Wird der auch via Kabel zu empfangen sein?


Matzel (Foto): Der HD-Showcase wird zunächst einmal via Satellit zu empfangen sein. Wir bieten allen Kabelnetzbetreibern ebenfalls unser ZDF HD Signal an. Unitymedia und Kabel BW werden diese Signale ihren Kunden anbieten und Kabel Deutschland hat angekündigt, dass auch sie ZDF HD in einigen Bereichen ihres Netzes anbieten werden. Was nach diesen Showcases passieren wird, weiß im Moment noch niemand, weil die Kabelnetzbetreibern für die Verbreitung der HD-Signale noch einmal zusätzliche Entgelte verlangen. Dies sehen wir grundsätzlich anders, weshalb es in dieser Angelegenheit zwischen uns noch keinen Konsens gibt.


Und wie sieht es mit den IPTV-Anbietern aus?


Matzel: Wir haben bestimmte Qualitätsanforderungen an unser Signal, die wir auch nicht herunterschrauben werden. Es macht ja keinen Sinn, ein HD-Programm anzubieten, das in der Qualität so schlecht ist, dass zwischen SD und HD kein Unterschied mehr zu erkennen ist oder in HD gar noch schlechter aussieht. Der Zuschauer muss einen Benefit haben. Diese Anforderungen gelten aber für alle Anbieter gleichermaßen.


Ab Februar startet ja der HDTV-Regelbetrieb. Was bedeutet das denn konkret? Was wird dann alles in HD zu sehen sein?


Matzel: Beginnend mit dem Start der Olympischen Spiele in Vancouver werden wir das komplette ZDF-Hauptprogramm parallel in HD ausstrahlen, also mit den gleichen Inhalten, die auch im herkömmlichen SD-Signal zu sehen sind. Natürlich werden zu Beginn unserer HD Regelausstrahlung nicht 100 Prozent der Programminhalte auch in HD vorliegen. In diesen Fällen wird dann das herkömmliche SD-Signal entsprechend hochkonvertiert. Der Anteil an echten HD-Programmen wird dann aber kontinuierlich gesteigert.

Kritik an Luxusbauten im Park




Stuttgart - Im Streit um den Bau von Luxuswohnungen im Park der Villa Berg hat der örtliche Bürgerverein, der das Projekt gutheißt, Kritik an seiner Position zurückgewiesen. Der Stuttgarter Architekt Roland Ostertag spricht sich gegen eine Privatisierung des Parks aus.


Der Verein Berger Bürger halte das Projekt des Stuttgarter Investors Rudi Häussler, der 62 Wohneinheiten im Park plant, für verträglicher als die heutigen SWR-Fernsehstudios, die häufig von Lastwagen angefahren würden, hat Monika Benda vom Verein Berger Bürger erklärt.


Sie wies damit den Vorwurf zurück, die Initiative bliebe bei diesem Thema stumm. Die Haltung des Vereins stehe in keinem Zusammenhang mit dem Umstand, dass Häussler seit zwei Jahren das Vereinsfest finanziell unterstütze. Auch seien Behauptungen falsch, es würde beim Bürgerfest ein Defizit erwartet, das Sponsoren wie Häussler ausgleichen müssten. Tatsächlich hat aber der Verein beim Bezirksbeirat Ost im Zusammenhang mit der Bitte um eine Spende eine der StZ vorliegende Kalkulation eingereicht, in der die "notwendige Unterstützung durch Firmen und öffentliche Mittel", also die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben mit 21.444 Euro beziffert wird.


"Was habt ihr bloß aus den Parks gemacht?"
Indes hat sich Roland Ostertag, ehemals Vorsitzender der Bundesarchitektenkammer, in die Debatte um den Wohnungsbau im Park eingeschaltet. Er fragt: "Was habt ihr bloß aus den innerstädtischen Parks und Gärten gemacht? Mit den übrig gebliebenen Resten wird uns ein Spiegel vorgehalten, was sie uns wert waren. Sie sind Zeugnis der Haltung der Planer, der Architekten, der Politiker der vergangenen Jahrzehnte zu diesen Schätzen."


Ostertag weist darauf hin, dass trotz einer Verdoppelung der Bevölkerungszahl in den vergangenen Jahrzehnten die städtischen Parks "reduziert, sträflich vernachlässigt und als Baulandreserve missbraucht wurden". Noch schlimmer als den Schlossgartenanlagen sei es dem Park der Villa Berg ergangen. Man habe dessen historische, stilistische, charakteristische Strukturen zerstört.


Mit der "drohenden Okkupation und Privatisierung" des Parks stelle sich die Frage, "ob die Missachtung der stadtprägenden Parks und Gärten ungestraft fortgesetzt" werden dürfte. Ostertag sieht die Gefahr, dass der "total verunstaltete Park durch störende private Nutzungen" an Qualität verlieren könnte. Das königliche Erbe dürfe nicht den von der Stadtverwaltung unterstützten Vermarktungsinteressen eines Investors überlassen bleiben. Das Beste wäre seiner Ansicht nach, wenn die Stadt das Gelände und die Gebäude wieder erwerben würde, "einschließlich der von Rolf Gutbrod unsensibel in den Park gebauten SWR-Einrichtungen".



Quelle/Link Stuttgarter Zeitung

update


coburg vorbei - ich kann wohl behaupten:


seid ich seid einer woche kein alkohol meghr trinke gehts mir echt super.
coburg ist schon was fuer advanced trinker. gut das man student erst mit mindest 18 oder 19 wird. anders wuerde die leber das ned ueberleben.
aber ich kann wohl mit recht behaupten, das ich immer de rletze war der im bett war. da ich mich in coburg ned auskannte hab ich einfach immer gewartet bis es hell wurde.


back in stuggi hat wieder das trainingsprogramm fuer nen erfolgreichen wintr seinen anlauf also genommen.
verbesserungen auf der 6 bzw 8 km strecke sind zu verbuchen. und das laufen macht seit melboure auch wieder spass. den trainigsplan den ich mir vorgenommen habe ( bis auf biken-hab keins ) wird eingehalten.
nur isses in stuttgart recht schwer ne rollskistrecke zu finden.
mal kucken ...

Pfingstkongress in Coburg




Vor zehn Jahren war ich das erste, vor sieben Jahren das letzte Mal dort. Als Student im zweiten Hochschulsemester bin ich damals ganz gespannt nach in Mannheim halb durchzechter Nacht am Freitag vor Pfingsten mit einem Inaktiven Burschen, meinem Confuxen und einem unserer damaligen Ehrenmitglieder im Auto nach Coburg gefahren. Wir Aktive schliefen im Ernestinum, einer Coburger Realschule, vielleicht auch einem Gymnasium, das weiß ich nicht mehr so genau, in einem Klassenzimmer. "Bierjunge" hörte ich mehrfach die vor der Schule in dunklen Anzügen sitzenden Studenten rufen, als wir unsere Schlafsäcke drinnen auf Luftmatratzen ausbreiteten.

Wir liefen in die Stadt. Häufig kamen uns ältere wie jüngere Mitglieder anderer Landsmanschaften und Turnerschaften und grüßten mit Abnahme ihrer bunten Kopfbedeckungen: "Tag, die Herren!"

In der Stadt war alles gerammelt voll mit Alten Herren, Aktiven und inaktiven Burschen sowie Füxen. Überall Couleur, verklebte Anzüge und schäumende Gläser. Eine einzige Sphäre des Getöses, Gegrummels und Gebrülls. Im sogenannten Bermuda-Dreieck (das heißt so, weil hier gern besuchte Gasthäuser sich gegenüberliegen) stehen im Laufe des Freitagabends immer mehr Männer und gießen sich Gerstensaft in den Kopf. Hier treffen sich alte Bekannte oder auch "Verbandsbrüder", die sich neu kennenlernen. Man redet sich, so man nicht Mitglied desselben "Bundes" ist, mit "Herr Verbandsbruder" an. Wenn Aktive verschiedener Bünde sich neu kennenlernen, kreisen die Gesprächsthemen neben dem Leben an der jeweiligen Universität meist um den Nachwuchs der Verbindungen (in dem Fall wird gern gejammert), um das Leben in den Saufkellern der Verbindungshäuser, um die bösen Linken und die anti-korporativen Aktivitäten der "Zecken."
Von Freitags bis zum Frühschoppen am Dienstagmorgen wird nun durchgesoffen. Insgesamt habe ich damals, 1998, in der ganzen Zeit vielleicht sechs bis sieben Stunden geschlafen. Den Anzug dürfte ich einmal gewechselt haben.

Ach ja, die Linken. Die demonstrieren auch in Coburg. Meistens Samstagsvormittags. Damals hörte ich allerdings nur wenige Pfeifen aus dem Münchener Hofbräu, da hatte meine Verbindung ihre "Konstante", heraus. Und das war nachmittags. Hatte vielleicht auch mit dem Wetter zu tun, das anders als 2008, vor zehn Jahren nämlich sehr verregnet war. Samstagsvormittags findet ein Sportturnier statt, wo die verkaterten Aktiven, die dazu in der Lage sind, zum Beispiel Fußball spielen. Hatten wir damals auch, aber weit kamen wir nicht. Parallel dazu finden Convente statt, auf denen darüber diskutiert wird, wo bei welchem Paragraphen der Satzung einige Nuancen vielleicht etwas geändert werden könnten. Danach trinkt man eben wieder Bier.

Sonntags ist Familientag. Da fuhren wir nach Seßlach, um dort unter uns, also eher ohne Verbandsbrüder, und mit "den Frauen" (ja, manche Dame findet auch den Weg nach Coburg) zu speisen und eben Bier zu trinken. In anderen Jahren gab es an diesem Tag Floßfahrten usw.

Am Pfingstmontag steht mehr Programm an. Da findet nämlich vormittags die "Totenehrung" statt, auf "chargiert" wird, d.h. drei Angehörige eines jeden Bundes, in der Regel machen das die Chargierten, als da wären der Senior, der Con- und der Subsenior, ziehen sich den Chargenwichs an und holen je nach Bedarf die Chargenschläger hervor, damit alles schön offiziell aussieht. Abends ist in einem großen Festzelt der Kommers, wo in offiziellem Rahmen gesoffen wird. Die Chargen aller 100 Bünde marschieren der Reihe nach ins Zelt und nehmen vorne Platz, der Rest des Verbandes sitzt aus längs gestellten Bänken dahinter. Vorne mit dem Gesicht zum Verband sitzen Verbandsleitung und Präsidium. Die Präsidierende ist jedes Jahr eine andere CC-Verbindung. Deren Aufgabe ist es, alles zu organisieren und für einen harmonischen Ablauf des Kongresses zu sorgen. Die große Kommersrede unterscheidet sich nie großartig von den Reden, wie man sie von den Festkommersen auf den eigenen Häusern gewöhnt ist: Entweder versucht ein besonders mutiger konservativer Kulturkämpfer, "Tabus" zu brechen (Strenge und Anstand müssten zurückkehren, und die Toleranz, die der Verband zu seinen Leitlinien zählt, möge man im kleinen Kreise üben), oder ein "politisch korrekter" Reformlandsmannschafter versucht die vermeintlich zeitgemäße Light-Version des Waffenstudenten zu betonen ( man sei sehr wohl modern, schließlich nehme man ja Ausländer auf und das Mensurfechten sei heute nicht mehr als eine "Eintrittskarte in den Bund"). Besonders populär ist es auch, das Prinzip "Leistung" zu betonen. Wenn den Studenten empfohlen wird, die persönlichen Ziele zu erreichen, wird das von einigen Altherrenvorsitzenden mitunter auch als "unbequem" charakterisiert. Alle Redner versichern: Jawohl, wir Korporierten haben, hoppla!, eine Existenzberechtigung.

Im Anschluß an den Kommers folgt der Fackelzug in die Coburger Innenstadt. Den fand ich 98 schon recht gruselig. Als ich zwei Jahre später selbst als Chargierter im Stechschritt marschierte, erklärte mir ein Alter Herr im Münchener Hofbräu, ihm seien fast die Tränen gekommen.auf dem Marktplatz versammeln sich die Chargierten und Anzugträger und klingen das Deutschlandlied an.

Dienstagmorgens ist dort dann der Frühschoppen. Bevor dann sämtliche Alkoholleichen sich ans Steuer setzen und die Stadt Coburg in alle Richtungen verlassen.

Heute, am Pfingstmontag 2008, ist das Wetter für den Kongreß ideal. Ich sitze vor dem Rechner und denke an die vergangene Zeit. Das Programm soll für kommende Jahre übrigens um einen Tag gekürzt worden sein. Wer weiß, vielleicht begebe ich mich irgendwann doch mal wieder dorthin.



Gepostet von Mark P. Haverkamp unter 12:12
http://markphaverkamp.blogspot.com/2008/05/coburger-pfingstkongre.html